Bewegungsstall

Um den natürlichen Bedürfnissen des Pferdes weitmöglichst gerecht zu werden, haben wir im Sommer 2007 den bis dato bestehenden Offenstall zu einem Bewegungsstall umgestaltet. Das Konzept des Bewegungsstalles ist gekennzeichnet durch eine Trennung der Funktionsbereiche (Liegeflächen, Ruheräume, Heuraufen, Tränke) und bedingt damit für die Pferde deutlich längere Laufwege als in konventionellen Haltungsformen.

Auf dem Westerhaushof steht der Herde im Bewegungsstall eine komplett befestigte Auslauffläche von rund 1600 qm zur Verfügung. Der mit Dolomitsand befestigte Boden bleibt bei jeder Witterung fest und eben und bietet damit optimale Bedingungen für Sehnen, Bänder und Gelenke. Sicher eingezäunt ist die Fläche mit Metallpfosten und Breitband-Litze, die von den Pferden gut wahrgenommen wird. Alle Tore werden zusätzlich zu den normalen Verschlüssen mit Ketten gesichert. Der Zutritt zum Bewegungsstall erfolgt ausschließlich über die eigens angelegte Schleuse, so dass die Ausbruchsgefahr minimiert wird.

In den Auslauf integriert ist eine mit Equiterr-Platten befestigte und mit Rheinsand aufgefüllte Liegefläche von etwa 50 qm, die von den Pferde gut angenommen und besonders gerne für ein mittägliches Sonnenbad genutzt wird.

Als Ruheräume stehen zwei ca. 60 qm große Stallgebäude zur Verfügung, die mit Rheinsand und Spänen eingestreut werden und damit zugleich als überdachte Liegeflächen fungieren. Darüber hinaus bietet eine etwa 100 qm große überdachte Pflasterfläche weiteren Witterungsschutz. Um auch rangniedrigen Pferden jederzeit die Möglichkeit zu geben, sich unterzustellen, haben wir in einiger Entfernung zu den Stallgebäuden mit Vordach das sog. „Hexenhäuschen“ gebaut, das nicht nur als Überdachung der Rundraufe dient, sondern eben auch als Witterungsschutz.

Für die Raufuttergabe stehen zwei überdachte Rundraufen sowie drei überdachte Wandraufen zur Verfügung, die eine natürliche Fresshaltung ermöglichen. Im Sommer erfolgt die Fütterung von qualitativ sehr hochwertigem Heu zusätzlich zum Weidegang zweimal am Tag, im Winter füttern wir dreimal täglich Heulage von bester Qualität.

Die Versorgung mit Trinkwasser erfolgt mittels einer Balltränke, die an der entlegensten Stelle des Auslaufes positioniert ist. Durch ein spezielles Ballverschlußsystem wird von -30°C bis +30°C immer frisches und sauberes Wasser für bis zu 20 Tiere bereitgestellt. Sobald ein Tier trinkt, wird die entnommene Wassermenge erneuert. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Pferde sehr schnell an diese Art der Wasserversorgung gewöhnen.

 

Viele Pferdebesitzer tun sich schwer bei dem Gedanken, ihr Pferd aus der vermeintlich geschützten Einzelbox in die Herdenhaltung zu entlassen. Antworten auf einige der häufig gestellten Fragen finden Sie in unseren FAQ.